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Unser pädagogisches Profil setzt sich aus vielen Teilen zusammen, die am Ende ein ganzheitliches Bildungskonzept ergeben.

Die erste Fremdsprache am Paul-Klee-Gymnasium ist Englisch. Ab dem 6. Schuljahr kommt Französisch als zweite Fremdsprache hinzu. Ab Klasse 8 stehen unseren Schülerinnen und Schülern drei Profile zur Auswahl, die bis einschließlich Klasse 10 als vierstündiges Hauptfach unterrichtet werden:

  • das sprachliche Profil (Spanisch),
  • das naturwissenschaftliche Profil (NwT) und
  • das Sonderprofil Bildende Kunst.

Im sprachlichen Profil wird Spanisch als 3. Fremdsprache angeboten. Alternativ zur 3. Fremdsprache kann im naturwissenschaftlichen Profil das Fach Naturwissenschaft und Technik (NwT) gewählt werden; die Fächer Physik, Chemie und Biologie werden von allen Schülern besucht. Im Fach NwT gibt es viele Möglichkeiten, den Schülerinnen und Schülern durch eigenes Erkunden und praktische Tätigkeiten Natur und Technik an lebensnahen Themen näher zu bringen.

Mit dem Sonderprofil Bildende Kunst bieten wir unseren Schülerinnen und Schülern eine vertiefte theoretische und praktische Beschäftigung mit künstlerischen Themen an. Für alle Fünftklässler findet ein verstärkter Kunstunterricht statt. Die Teilnahme am Zusatzangebot Kunst und Computer in Klasse 7 ist Voraussetzung für die Wahl des Profilfaches Bildende Kunst ab Klasse 8; sie kann aber auch dazu dienen, die Profilentscheidung vorzubereiten. In Klasse 10 führen die SchülerInnen des BK-Profils ein Abschlussprojekt durch (Herstellung eines Kunstobjekts, Exkursion mit Zeichnen in der Natur…).

Die Gesamtstundenzahl für die Klassen 8 bis 10 ist in allen Profilen identisch. In Klasse 5 und 6 bieten wir für die Schülerinnen und Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, Philosophie für Kinder an. Der Unterricht findet in der Regel in Form von Doppelstunden statt, die durch zwei längere Pausen am Vormittag unterbrochen werden. Dadurch wird eine höhere Konzentration auf die Fächer ermöglicht. Auch erlauben Doppelstunden eine vielfältigere  Unterrichts-gestaltung, die klassische, offene, kooperative und kreative Elemente gut miteinander kombiniert. Die Klassenzimmer sind mit modernen Medien (Internet, Beamer und Laptop) ausgestattet.

Unser Leitbild Lernen – Zusammenhänge verstehen – in sozialer Verantwortung gestalten will deutlich machen, worauf wir innerhalb und außerhalb des Unterrichts besonderes Gewicht legen. Uns ist neben der vielseitigen fachlichen Bildung besonders wichtig, die jungen Menschen bei ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen. Unsere unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Angebote sind auf das Ziel ausgerichtet, den gymnasialen Bildungsweg erfolgreich zu absolvieren und zugleich dazu beizutragen, dass die jungen Menschen nach dem Schulbesuch als verantwortungsbereite, mündige und selbstständige Menschen an der gesellschaftlichen Entwicklung teilhaben und ihr Leben selbstbestimmt führen können.

Ein schulischer Methoden-Lehrplan stellt den Schülerinnen und Schülern die Werkzeuge zur Verfügung, die sie beim Lernen unterstützen, insbesondere soll ihre Selbstständigkeit gefördert werden. Kompetenzen wie Selbstorganisation, Selbstmotivation, vernetztes Denken, Informationsbeschaffung, –aufbereitung und –weitergabe, Kommunikations- und Teamfähigkeit spielen dabei eine wichtige Rolle.

Wir fördern die Bereitschaft zur Übernahme sozialer Verantwortung, indem wir vielfältige Gelegenheiten anbieten, soziales Engagement zu lernen und einzuüben. Die Schule ist als Lebensraum zugleich auch Lern- und Übungsfeld für soziale und personale Kompetenzen.

So werden Schülerinnen und Schüler als MentorInnen oder im Rahmen besonderer Aufgabenstellungen dafür qualifiziert, als StreitschlichterInnen Konflikte zu lösen, als PausenmentorInnen Spiele zu entwickeln und anzuleiten, einen Ordnungsdienst in der Mensa zu übernehmen, bei der Hausaufgabenbetreuung mitzuwirken, als FördermentorInnen andere bei Lernschwierigkeiten zu unterstützen, als Sanitäter zur Verfügung zu stehen, Sportangebote zu betreuen und Ähnliches mehr.

Dafür bieten wir interessierten Schülerinnen und Schülern eine qualifizierende Ausbildung zu Mentoren an, die bei der Gestaltung unseres Betreuungsangebotes aktiv mitwirken und auch hier Verantwortung übernehmen. Darüber hinaus werden im evangelischen und katholischen Religionsunterricht sowie in Ethik in Klasse 8 Fächer übergreifende Projekte gestaltet. Dabei liegt der Schwer- punkt auf Erlebnispädagogik und Entdeckung von Feldern für eigenverantwortliches soziales Engagement. Deshalb finden Exkursionen zu sozialen Einrichtungen statt. Dieses Projekt mündet in ein Sozialpraktikum in Klasse 9.

Den Klassen 5 bis 9 und ihren KlassenlehrerInnen stehen Klassenlehrerstunden zur Verfügung. In Klasse 5 wird der Klassenrat eingeführt und eingeübt. Hier greift die Klasse die Themen, die sie als soziale Gruppe betreffen, auf und diskutiert sie. Diese regelmäßige Möglichkeit zur Aussprache und gemeinsamen Planung soll auch in den folgenden Jahren den Zusammenhalt der Gruppe fördern und die Fähigkeit stärken, Konflikte und Unstimmigkeiten konstruktiv zu bearbeiten und zu lösen.

Als Gymnasium mit dem Sonderprofil Bildende Kunst ist uns auch die Ausbildung und Förderung musisch-kreativer Fähigkeiten wichtig.

Die Klassen 5 und 6 erarbeiten in den Fächern Deutsch, Musik und Bildende Kunst mit ihren Lehrkräften Projekte wie Musicals oder Theateraufführungen; neben dem weiter unten vorgestellten musikalischen Angebot können sich Schülerinnen und Schüler auch in der TheaterAG engagieren und/oder das Kursangebot Literatur und Theater wählen.

Unterstützt werden diese Zielsetzungen in den Klassenstufen 5 und 6 im Fach Musik durch die Klassenorchester und den gemeinsamen Chor der 5. Klassen, der parallel zum Musikunterricht Liedbeiträge zum Weihnachtskonzert und zum Jahres- abschlusskonzert vorbereitet. Dadurch wird nicht nur ein verstärkter und aktiver Zugang zur Musik ermöglicht, sondern auch das soziale Miteinander gefördert. Demselben Ziel dient die vierte Sportstunde in Klasse 5, die ausdrücklich zur Förderung der sozialen Kompetenz eingerichtet worden ist.

Musikalisch interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 können an einem Projekt teilnehmen, das zwar nicht kostenfrei ist, aber durch ein sehr günstiges Angebot von vielen Eltern für ihre Kinder wahrgenommen wird: In Kooperation mit der Musikschule und dem St. Meinrad-Gymnasium erlernen die Schülerinnen und Schüler in der Gruppe das Spielen von Bigband-Instrumenten und probieren ihre Fähigkeiten auch gemeinsam unmittelbar in der Banda Piccola aus. Schülerinnen und Schüler, die bereits ein Instrument spielen, können gleich in der Small-Band mitmachen. Bei Interesse kann dieses Engagement in der Big Band fortgeführt werden.

Selbstverständlich sehen wir die Arbeit der Schülermitverantwortung (SMV) auch in diesem Zusammenhang und unterstützen sie auf der Ebene der Klassen und der gesamten Schule.

Durch unsere Kooperation mit Bildungspartnern aus der Region bringen wir unsere Schülerinnen und Schüler regelmäßig in Kontakt mit der außerschulischen Lebenswelt (Praktika, BOGY, Betriebserkundung) und bereichern unser Unterrichtsangebot durch Expertenvorträge und Trainings. Damit tragen wir unseren Teil zur Berufs- und Studienorientierung bei, in die wir auch Studienbotschafter und die Agentur für Arbeit einbeziehen. Auch in den seit Jahren sehr erfolgreichen Schülerfirmen, die im Rahmen des Seminarkurses stattfinden, profitieren interessierte Schülerinnen und Schüler als Jungunternehmer von dieser Kooperation und können – begleitet von Profis – wirtschaftliches Handeln ausprobieren.

Alle Schülerinnen und Schüler, die in besonderer Weise das Schulleben bereichern und soziale Verantwortung übernehmen (zum Beispiel als Mitglied der SMV, aber auch bei Teilnahme an der Schülerfirma), bekommen einen QUALIpass und für ihr Engagement jeweils ein aussagekräftiges Zertifikat, das auch über die erworbenen persönlichen und fachlichen Kompetenzen Auskunft gibt. Dieses Portfolio ist bundesweit anerkannt und kann Bewerbungen beigefügt werden.

Die Förderung der personalen und der sozialen Kompetenzen („mit mir selber zurechtkommen“ / „mit anderen zurechtkommen und einander beistehen“) geschiehtin allen Klassenstufen durch ein Sozialcurriculum, das in ein Präventionskonzept („stark-stärker-WIR“) integriert ist und unterrichtlich in den Fächern und außerunterrichtlich durch Zusatzangebote umgesetzt wird: Neben dem Programm „Sozial- Emotionales-Lernen (SEL)“ in den Klassen 5 und 6 haben wir besondere Angebotezur Drogen- und Gewaltprävention sowie zur Gesundheits-, Medien- und Verkehrserziehung vorgesehen.

Wir setzen uns an der Schule für ein lernförderliches Klima ein, in dem sich alle Beteiligten, aber vor allem unsere Schüler und Schülerinnen wohl fühlen und positiv entwickeln können, um die schulischen Aufgaben erfolgreich zu bewältigen. Lernschwierigkeiten, Konflikte und Krisen begreifen wir als Auslöser für Lernprozesse und stellen deshalb ein vielfältiges Beratungsangebot für schwierige Situationen und Konflikte (Beratungslehrkraft, Schulsozialarbeit, Schüler-Streitschlichter, Mobbinginterventionsteam, Schulseelsorge) bereit.

Durch einen Schüleraustausch/Auslandsaufenthalt mit Frankreich (St. Claude) können die Schülerinnen und Schüler ihre Sprachkompetenz ab dem 2. Lernjahr ausbauen. Der kulturellen und sozialen Begegnung dient der Austausch mit dem Collegio Ucellis in Udine (Italien), an dem SchülerInnen der 9. und 10. Klassen teilnehmen können. Die Spanischfachschaft bietet einen Austausch mit Caravaca de la Cruz an. In Klasse 8 haben unsere Schüler zudem die Möglichkeit, an einer Sprachfahrt nach England teilzunehmen.

Die Kursstufe 1 macht eine einwöchige Studienfahrt und die Kursstufe 2 fährt für vier Tage zur politisch-historischen Bildung und zum Abschluss ihrer Zeit am Paul-Klee-Gymnasium nach Berlin.

Mehrtägige Unternehmungen fördern die Klassengemeinschaft und vertiefen die soziale, kulturelle oder wirtschaftliche Bildung: für die Klassen 5 eine Kennenlernfreizeit, in Klasse 7 ein Aufenthalt im Schullandheim, eine Sprachfahrt nach England in Klasse 8, ein Sozialpraktikum in Klasse 9 und ein einwöchiges Berufspraktikum (BOGY) in Klasse 10.

 

Für die individuelle Förderung und Unterstützung bieten FachlehrerInnen in Klasse 5 und 6 in den Hauptfächern einen gezielten Zusatzunterricht an.
Außerdem stehen ältere SchülerInnen zur Verfügung, die auf ihre Aufgabe als FördermentorIn qualifiziert vorbereitet worden sind und SchülerInnen der Klasse 5 bis 7 in Gruppen von maximal 5 SchülerInnen beim Lernen für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch unterstützen. Das Ziel dieses Angebotes ist eine möglichst unmittelbare und schnelle Aufarbeitung von Schwächen und Lücken, damit die SchülerInnen den Anschluss nicht verlieren.


Sollten vor allem wegen Mängeln im Bereich der Lerntechnik/Lernmethode/Lernorganisation Schwierigkeiten auftreten, so steht zur Unterstützung und Hilfe eine Lehrkraft (Lerncoach) bereit.
Im Anschluss an die Halbjahreskonferenzen werden bei nicht ausreichenden Fachleistungen mit den SchülerInnen Zielvereinbarungen erarbeitet, so dass die SchülerInnen Hinweise darauf bekommen, was sie tun müssen, um das Klassenziel zu erreichen.

Unser Selbstlernzentrum (Mediothek) bietet den SchülerInnen täglich die Möglichkeit, Bücher auszuleihen, an Referatthemen zu arbeiten, Lernmedien (z.B. LernCDs zu den Lehrwerken) zu nutzen oder sich zur Erholung zurückzuziehen.

Außerunterrichtliche Zusatzangebote wie Sport und Spiel, Schach, Musik und Theater bereichern den schulischen Alltag. Darüber hinaus fördern wir die Teilnahme an fachbezogenen und sportlichen Wettbewerben.

Die Angebote über die Mittagszeit (z.B. Sport, Hausaufgabenbetreuung und Förderunterricht durch gut qualifizierte Schülermentoren, Kreativ mit Nadel und Faden, Rhythmusgruppe…) sind kostenlos. Die Schülerinnen und Schüler können zu Beginn des Jahres aus mehreren Angeboten wählen, für das sie sich für ein Halbjahr verbindlich anmelden. Außerdem stellen wir den SchülerInnen für die Pausen und die Mittagszeit Fußbälle und Tischtennisschläger und -bälle zur Verfügung, damit sie sich durch Bewegung entspannen und miteinander spielen können. Zu diesem Zweck nutzen wir in Absprache mit dem FC Rottenburg den benachbarten Kunstrasenplatz als erweiterten Pausenraum.

Der Schule steht eine Mensa zur Verfügung, die von Montag bis Donnerstag preisgünstig ein ausgewogenes warmes Mittagessen anbietet.