Liesl

Unser Schulhund

Schulhund Liesl am Paul-Klee-Gymnasium

Am Paul-Klee-Gymnasium gehört auch ein Schulhund zum Schulleben: Liesl begleitet ausgewählte Unterrichtsstunden im Rahmen der tiergestützten Pädagogik. Verantwortlich ist Isabell Vonderschmidt (Deutsch, Ethik/Philosophie, Sport, Psychologie), die Liesl als ausgebildetes Mensch-Hund-Team sicher und strukturiert in den Schulalltag integriert.

Was bedeutet tiergestützte Pädagogik?

Tiergestützte Pädagogik nutzt die positive Wirkung von Tieren, um Lern- und Entwicklungsprozesse zu unterstützen. Liesl ist dabei kein „Unterhaltungsprogramm“, sondern trägt dazu bei, Lernen in einer ruhigen, wertschätzenden Atmosphäre zu ermöglichen – angepasst an die jeweilige Klasse und Unterrichtssituation.

Was ist ein Schulhund – und was nicht?

Ein Schulhund ist ein speziell ausgebildeter Hund, der gemeinsam mit seiner Lehrkraft regelmäßig im Unterricht eingesetzt wird. Liesl kann dabei passiv anwesend sein (z.B. ruhig auf ihrer Decke) oder aktiv eingebunden werden (z.B. Arbeitsphasen mit einer Glocke starten und beenden, Material apportieren, Gruppen einteilen). Wichtig ist: Liesl soll keine Klasse „ruhig machen“ oder Konflikte lösen, sondern pädagogische Prozesse sinnvoll begleiten.

Warum ein Schulhund?

Studien und Erfahrungen zeigen, dass die Anwesenheit eines Hundes häufig stressreduzierend wirkt und zu einem positiveren Unterrichtsklima beitragen kann. Viele Schülerinnen und Schüler arbeiten konzentrierter, ruhiger und motivierter – und Lehr- und Lernprozesse profitieren von einer entspannten Stimmung im Raum.

Soziale Wirkung: Gemeinschaft und Achtsamkeit

Ein Schulhund fördert oft das soziale Miteinander: Rücksichtnahme, Empathie und Impulskontrolle werden eingeübt – ganz praktisch im Umgang mit Liesl. Zudem kann ein Hund eine „Eisbrecherfunktion“ haben: Gespräche kommen leichter in Gang, und auch zurückhaltende Kinder und Jugendliche finden häufig einen Zugang, der ihnen Sicherheit gibt.

Liesl stellt sich vor

Liesl ist ein Kooikerhondje – freundlich, aufmerksam, sportlich und sehr lernbereit. Sie nimmt Stimmungen im Raum sensibel wahr und reagiert deutlich: Wird es zu hektisch oder laut, zieht sie sich zurück. Gerade dadurch erleben Schülerinnen und Schüler, wie sehr Ruhe, Respekt und achtsames Verhalten das gemeinsame Lernen beeinflussen.

 

Der Einsatz von Schulhund Liesl am Paul-Klee-Gymnasium basiert auf einer fundierten Ausbildung und klaren rechtlichen Rahmenbedingungen. Liesl und ihre Halterin haben unter anderem den IHK-Lehrgang „Schulhund im Einsatz“ sowie eine umfassende Praxisausbildung absolviert. Der Einsatz ist genehmigt, über eine Tierhalterhaftpflicht abgesichert und erfolgt stets unter der Aufsicht der verantwortlichen Lehrkraft.

Ein verbindlicher Hygieneplan regelt Reinigung, Desinfektion und regelmäßige tierärztliche Kontrollen. Gleichzeitig gilt das Prinzip der Freiwilligkeit: Eltern werden im Vorfeld informiert, mögliche Allergien oder Ängste berücksichtigt, und kein Kind muss Kontakt zu Liesl aufnehmen.

Der Unterrichtseinsatz erfolgt in einer ruhigen Umgebung mit klaren Regeln, festen Ritualen und Rückzugsmöglichkeiten für den Hund. Die Einsätze sind vorbereitet, zeitlich begrenzt und orientieren sich konsequent am Wohl des Hundes – so entsteht ein sicherer Rahmen für alle Beteiligten.