Schulleiter: Andreas Gathmann

Stellvert.Schulleiter: Willi Gauß

 

Sekretärinnen:

Ulrike Klose & Sabine Dorniak

Telefon: 07472/9387-0      

 

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PKG-Schüler trumpften beim internationalen Weltladentag auf!

Beim internationalen Weltladentag waren unsere Schülerinnen und Schüler engagiert dabei. Sie  informierten am Metzelplatz zum Thema Fairtrade zusammen mit der Hochschule für Forstwirtschaft, der Stadt Rottenburg und den Schülerinnen und Schülern der Carl-Joseph-Leiprecht-Schule und der Schule Sankt Klara. Dabei nutzten die Schüler und Studenten die Möglichkeit, über ihre jeweiligen Aktionen zu informieren. Etliche interessierte Bürger informierten sich vor Ort über die Aktivitäten und Ziele unserer Rottenburger Fairtrade Gruppen.   

Ein Highlight waren die von unseren Schülern durchgeführten Verkostungsproben: Faire und nicht faire  Schokolade wurden probiert und bewertet, ebenso faire und „normale“ Bananen. Dabei erklärten unsere Schüler die unterschiedlichen Herstellungsweisen und verdeutlichten die Gewinner und Verlierer der jeweiligen Produkte.

Faire Cocktails und  ein Schokoladen-Quiz rundeten das Programm ab.

Wir konnten beim internationalen Weltladentag etliche Bürger überzeugen und für den fairen Gedanken gewinnen.


Workshop Fairtrade am PKG:

Schüler aus drei Rottenburger Schulen und Studenten ziehen an einem Strang!

Der Workshop „Schüler und Studenten für Fairtrade in Rottenburg“ am Paul-Klee-Gymnasium hatte zum Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Schülern des Paul-Klee-Gymnasium, der Carl-Joseph-Leiprecht-Schule und der Schule St. Klara,  Vertretern des Weltladens, Studenten der Hochschule für Forstwirtschaft und der Stadt Rottenburg zu stärken. Diese Idee entstand bei einem ersten Kennenlernen der Schüler und Studenten im Oktober vergangenen Jahres während der Zertifizierung des Paul-Klee-Gymnasiums zur fairtrade-Schule. Herausgekommen sind bei dem aktuellen Workshop interessante gemeinsame Projekte, wie etwa die gemeinsame Gestaltung des Weltladentags am 11. Mai 2019 und eine groß angelegte Kleidertauschparty in Rottenburg am 19.10.2019. Durch diese gemeinsamen Projekte wollen die Schüler und Studenten die Öffentlichkeit für „Fairtrade“ gewinnen.

Der Tag begann mit einem gemeinsamen Sitzkreis im Plenum, wobei uns der Ablauf des Tages von Herrn Martin Hurter, Fachreferent für Jugendarbeit und Schule, erklärt wurde. Anschließend bildeten wir gemeinsam Gruppen bestehend aus den jeweiligen Mitgliedern der verschiedenen Institutionen zum Thema „Ideen zum diesjährigen Weltladentag“. Soviel steht jetzt schon fest: Es wird in Rottenburg vor dem Weltladen ein interessantes Angebot der verschiedenen Institutionen geben. Die Schüler und Studenten werden dabei etliche Ideen der digitalen Werbung für Fairtrade umsetzen.

Während des Workshops entwickelten sich Projektkooperationen zwischen den verschiedenen Institutionen, wie etwa zwischen der Hochschule für Forstwirtschaft und dem Paul-Klee-Gymnasium. Beim Weltladentag wollen die Studenten und Schüler gemeinsam Plakate entwerfen und für die Öffentlichkeit eine Schokoladen-Verköstigung mit fairer und normaler Schokolade umsetzen, das wird sicher spannend.

Nach einem leckeren fairtrade Frühstück setzten wir uns mit der Frage, „was noch zu klären“ sei auseinander. Dabei fassten wir den Entschluss, dass alle Schulen und die Hochschule für Forstwirtschaft am Weltladentag einen gemeinsamen Stand mit unseren verschiedenen Angeboten betreuen werden. Was die  „Kleidertauschparty“ am 19.10.2019 anbelangt werden sich alle beim Workshop anwesenden Schulen, die Hochschule für Forstwirtschaft wie auch die Stadt Rottenburg beteiligen. Die „Werbung für die Kleidertauschparty“ war ein letzter Punkt, wobei etliche Ideen entwickelt wurden.  Zu guter Letzt reflektierten wir unsere Arbeitsergebnisse nochmals und waren überrascht, dass so viele interessante Ideen umgesetzt werden können.

Insgesamt war es ein sehr schöner und produktiver gemeinsamer Tag, wobei ich an dieser Stelle nochmals besonders Herrn Hurter für die sehr professionelle Moderation danken möchte.

Niklas Jeske

Klimaschutzmanager Jörg Weber über die bittere Seite
der Schokoladenherstellung
sowie über FairTrade 
 

Schokolade schmeckt süß, doch die Bedingungen für die Kakaobauern, Familien und vor allem Kinder, die in den Plantagen arbeiten, sind meist bitter. Das verdeutlicht die interaktive Ausstellung im Rottenburger Rathaus.

Im Rahmen der Unterrichtseinheit „fairtrade“ im Gemeinschaftskundeunterricht besuchten die 9ten Klassen unter der Leitung von Frau Pulvermüller die Ausstellung „süß & bitter“. Der städtische Klimaschutzmanager, Jörg Weber, informierte uns in seiner Ausstellungseinführung über die Produktion und Vermarktung des Kakaos und schilderte auch die damit verbundenen Probleme. Fairtrade ist eine Lösung, wir können bereits bei unserem Kauf fairer Produkte dazu beitragen, dass Kinderarbeit verringert wird, und die Bauern einen angemessenen Lohn bekommen. Das wissen wir jetzt und ist für uns ein Impuls mehr für fairtrade Produkte zu bezahlen, statt dem Motto „geiz ist geil“ zu folgen.
Zudem konnten wir an etlichen interessanten Stationen interaktiv unser Wissen erweitern – wir versuchten die schweren Säcke zu transportieren, die viele Kinder schleppen müssen, sahen uns Statistiken, Filme und viele weitere interessante Details zum Thema an. Am Schluss nutzten wir die Gelegenheit unser neues Wissen bei einem Quiz zu überprüfen.

 




Wir haben einiges dazugelernt, hier einige Details:

Wo wächst Kakao?

Kakao stammt ursprünglich aus Südamerika, die Mayas haben ihn auch als Währung verwendet. Christoph Kolumbus hat den Kakao zu uns nach Europa gebracht. Erste deutsche Unternehmen haben Kakao dann auch in afrikanischen Kolonien angebaut. Heute wächst Kakao vor allem in dem tropischen Klima rund um den Äquator. Hauptanbauländer sind westafrikanische Länder, z.B. Ghana und die Elfenbeinküste.

 

Wie wächst Kakao?

Aus den Kakaoblüten entwickeln sich große Kakaoschoten. Sie werden mit Stöcken von den Bäumen geschlagen und dann geöffnet. In den Schoten befinden sich die Kakaobohnen, sie werden dann von der Frucht getrennt. Zur Weiterverarbeitung müssen die Bohnen zuvor fermentiert, gewaschen und getrocknet werden.

 

Wer baut den Kakao für uns an?

Es gibt weltweit ca. 5,5 Millionen Kakaobauern. Die Kakaobauernfamilien haben oft nur kleine Anbauflächen und leben unter der Armutsgrenze. Ein Kakaobauer in Ghana verdient beispielweise nur 75 Cent pro Tag. Der Verdienst ist zudem unsicher und schwankt, z.B. bei Ernteausfällen durch Schädlinge oder Witterungsumstände und natürlich auch wegen der erheblichen Preisschwankungen.

 

Warum wird Kakao angebaut?

Süßes ist belieb - Ein Deutscher verzehrt pro Jahr ca. 100 Tafeln Schokolade. Die Schokoladenherstellung ist ein riesiger Markt, jährlich werden dabei ca. 100 Milliarden US Dollar Umsatz gemacht. Diesen Markt haben wenige große Unternehmen unter sich aufgeteilt, die auch die Kleinbauern beherrschen, die Kleinbauern bekommen vom Gewinn kaum etwas. Den größten Verkaufsanteil erhalten die Supermärkte und Schokoladenerzeuger. Wirklich erschreckend fanden wir, dass Kakaobauern nur einen ganz geringen Anteil vom Verkaufspreis einer Tafel Schokolade (ca. 6 %) erhalten! Und das, obwohl der Kakaoanbau sehr arbeitsintensiv ist. Kakaoanbau ist harte Handarbeit. Bei der Pflege und Ernte können von den Bauern keine Maschinen eingesetzt werden. Kakaopflanzen sind zudem sehr empfindlich und anfällig für Schädlingsbefälle. Das ist wirklich bitter für die Kakaobauern.

 

Wie kommt der Kakao zu uns?

In der Regel werden die Bohnen unbehandelt exportiert. Die Weiterverarbeitung findet dann in den Vermahlungsunternehmen in Europa statt. Kakao wird dort zu Kakaobutter, Kakaopulver und Schokolade verarbeitet.

 

Was ist fairtrade Handel?

Fairtrade heißt fairer Handel. Den Kleinbauern wird ein sicheres Einkommen gezahlt, dadurch werden ihnen angemessene Lebens- und Arbeitsbedingungen ermöglicht und sie sind nicht abhängig von den schwankenden Weltmarktpreisen. Auch ausbeuterische Kinderarbeit ist verboten. Rottenburg ist übrigens seit 2010 Fair Trade Stadt und war die erste Fair Trade Stadt in Baden-Württemberg. Das Paul Klee Gymnasium ist seit September 2018 Fairtrade Schule.

 

Was können wir tun?

Herr Weber sammelte mit uns einige Tipps, was wir tun können, um die Bedingungen für die Kakaobauern zu unterstützen. Wir können z.B. fairtrade Produkte kaufen. Wir können bewusster einkaufen und auf Siegel achten, also lieber zwei zertifizierte Tafeln als fünf andere. Wir können über Fairen Handel reden, denn wer weiß, dass ohne fairtrade Siegel häufig Kinderarbeit im Spiel ist, wie etwa bei der beliebten Kinderschokolade. Und wir können fairtrade Projekte durch Spenden unterstützen.

Wir haben uns auf jeden Fall vorgenommen, zukünftig nur noch fair gehandelte Schokolade zu kaufen. Mit gutem Gewissen schmeckt die Schokolade dann auch wirklich süß. Am Schluss durften wir die fairtrade Schokolade kosten. Wir waren begeistert.

 

Herrn Jörg Weber ein herzliches Dankeschön für den interessanten Ausstellungsbesuch. .

Ronja Münch und Amelie Schweizer

Zertifizierung des Paul-Klee Gymnasiums zur Fairtrade Schule

In den letzten zwei Jahren punktete das Paul-Klee-Gymnasium mit etlichen Aktionen zum Thema fairer Handel. So gibt es mittlerweile ein Fairtrade-Schulteam, das  „FairKlee Team“, welches regelmäßige Verkäufe von fair gehandelten Produkten organisiert und verschiedene Schulaktionen zum Thema Fairtrade umsetzt, wie etwa Fairtrade Fußballturniere, Fairtrade Musicals, Weihnachtsaktionen, die Fotoausstellung mit der renommierten Fotografin Taslima Akther und viele weitere Projekte. Dafür wurde das Rottenburger Paul-Klee Gymnasium am 25. 10. 2018 offiziell als Fairtrade-Schule zertifiziert.

Die Auszeichnungsfeier nutzte unser Oberbürgermeister, Stephan Neher, um uns zu beglückwünschen. In seiner Rede vor der versammelten Schule erklärte er, weshalb es wichtig sei, dass es immer mehr Fairtrade-Schools gibt. So appellierte er an die Schüler: ,,Der Markt bietet immer an, was der Kunde nachfrägt“. Damit untermauerte er die Aussage des Schulleiters Andreas Gathmann, der zuvor in seiner Ansprache stolz über die Bedeutung einer solchen Zertifizierung sprach: ,,Fairer Handel ermöglicht den Produzenten in Entwicklungsländern einen höheren Lebensstandard, Bildung für die Kinder, fördert Perspektiven und somit auch die Demokratie.“ Im Anschluss überreichte Klaus Weingärtner von der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg der Fairtrade-Sprecherin unserer Schule, Susanne Pulvermüller, die Zertifizierungsurkunde wie auch das Fairtrade-Siegel für unsere Schule. Das  Paul-Klee Gymnasium ist nun nach der St. Clara die zweite Schule in Rottenburg, die das Siegel trägt. „Ihr habt also die Silbermedaille“, erklärte Klaus Weingärtner.  Frau Pulvermüller bedankte sich bei allen beteiligten Eltern, Schülern und Lehrern, die mitgeholfen haben, „ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schaffen, weg von der "Geiz ist geil- Mentalität", hin zu verantwortlichen Konsumenten, die die Kosten Ihres Verhaltens reflektieren“.

Zur Feier gab es fair gehandelte Artikel des Fair-Klee-Teams, wie etwa Apfel-Mangosaft, verschiedene Süßigkeiten und gesunde Riegel. Unterstützt wurde die Feier durch Thomas Micolino von der Eisdiele Rino in Rottenburg: Er gab jedem Schüler kostenlos eine Kugel  Eis aus, das er extra für die Feier mit fairen Produkten hergestellt hatte. Der Inhaber der Rottenburger Eisdiele versprach zudem, dass er ab der nächsten Saison mindestens eine Eissorte mit fair gehandelten Produkten anbieten wird. Je nach Nachfrage aber auch mehr!

Im Anschluss an die Zertifizierung besuchten etliche Rottenburger Schüler wie auch Studenten der Hochschule für Forstwirtschaft den von Martin Hurter (Bildungsreferent der Katholisch Studierenden Jugend) geleiteten Workshop „fairtrade“ am PKG um gemeinsame Aktionen zu planen.  So kamen insgesamt fast vierzig  interessierte Schüler und Studenten zusammen um gemeinsam den fairtrade Gedanken in Rottenburg umzusetzen. Dabei hatten alle Schüler zwei Aspekte im Blick: Was haben wir bisher umgesetzt und was können wir künftig durch gemeinsame Projekte erreichen? Folgende Ideen möchten die Schüler und Studenten unbedingt künftig umsetzen: Eine gemeinsame Kleidertauschparty, einen gemeinsamen Spendenlauf, Verkauf und Infostand bei Rottenburger Festen wie dem Nikolausmarkt, dem Goldenen Oktober, dem Weihnachtsmarkt und dem Neckarfest. Der Austausch war erfolgreich und die Schüler und Studenten sind begeistert von einer künftigen Kooperation. Es  wurden klare Ziele für die Zukunft gesteckt. Ein bereichernder Tag für jeden!

Dominik Urban

 

Jugend bildet sich im fairen Handel - Fair Klee Schülermentoren

Was können wir für eine gerechte Welt tun? Was kann jeder einzelne von uns tun, um gegen Armut, Hunger und Not vorzugehen? Diesen Fragen gingen 23 Jugendliche des Paul-Klee Gymnasiums, der St. Klara-Mädchenschule und der Carl-Joseph-Leiprecht Schule nach, als sie am 26. und 27. Juni die Fair-Trade-Mentoren-Ausbildung der Katholisch Studierenden Jugend (KSJ) besuchten.

Wir lernten einiges über den fairen Handel dazu, indem wir beispielsweise die Geschichten hinter den einzelnen Produkten bei einem Besuch im Rottenburger Weltladen erfuhren und die ungerechte Verteilung des Geldes, der Nahrung und der Elektrizität auf dieser Welt genauer betrachteten. So wurde uns klar, wie notwendig unsere Hilfe für unterbezahlte Arbeiter in ärmeren Ländern ist. Denn durch den Kauf von Fair-Trade Artikeln können Armut, Ungerechtigkeit, Unterbezahlung, Umweltverschmutzung und Kinder- bzw. Schwarzarbeit verhindert werden!

Der Austausch zwischen den einzelnen Schulen führte zu neuen Ideen und Fortschritten. So konnten auch die bereits ausgezeichneten Fair-Trade-Schulen der Sankt Klara und des Paul-Klee Gymnasiums neues von der Carl-Joseph-Leiprecht Schule lernen, welche auf dem besten Weg zur Fair-Trade Schule ist. Neben bereits existierenden Fair-Trade-Fußballturnieren, Fair-Trade Teams innerhalb der jeweiligen Schulen und regelmäßigen Fair-Trade Verkäufen soll in Zukunft zwischen den 3 Rottenburger Schulen kooperiert werden. So möchte man zum Beispiel gemeinsam einen Spendenlauf organisieren, dessen Erlöse an arme Menschen in Entwicklungsländern gehen sollen. Weitere geplante Projekte sind Workshops, Aufklärung in den jeweiligen Schulen und das Spenden von Geld, welches durch Fair-Trade Verkäufe in Pausen und an Projekttagen eingenommen wurde.

Alles in allem durften wir zwei erlebnisreiche, produktive und vor allem informative Tage erleben, in welchen uns bewusst wurde, wie notwendig unsere Hilfe für eine gerechte Welt ist.

                                                             Dominik Urban